Ein Befehlsbot im Funknetz: Du schreibst
!wx villachauf dem Kanal#at-ktn-bot, wenige Sekunden später steht das aktuelle Wetter da. Ohne Handynetz, ohne Internet am Gerät.
Der Bot hört auf einem eigenen Kanal mit, erkennt Befehle mit !-Präfix, holt die Daten aus dem Internet und antwortet in genau einer kurzen Nachricht.
| Kanal | #at-ktn-bot |
| Schlüssel | 7daf6ccf710971e970478918538fa5ee |
In der App einen Kanal anlegen und als Namen #at-ktn-bot eintragen — den Schlüssel rechnet die App selbst aus. Details unter Kanäle.
Warum ein eigener Kanal? Auf #at-ktn und #kf unterhalten sich Menschen. Jede Botantwort dort verbraucht Sendezeit, die dem Gespräch fehlt. Wer den Bot nicht braucht, trägt den Kanal einfach nicht ein.
| Befehl | Alias | Beispielantwort |
|---|---|---|
!wx <ort\|lat lon> |
!wetter |
WX Villach: 31.8C, 32%, Wind 12km/h W, 956hPa |
!wx <ort außerhalb> |
WX Lienz (AT): 21.9C, 77%, Wind 1km/h NNO (Modell) |
|
!gipfel <berg> |
!berg |
WX Triglav 2864m: 9.0C, 79%, Wind 7km/h WNW (Modell) |
!warn [ort\|lat lon] |
!warnung |
WARN Waidegg (Kirchbach): GELB Gewitter (bis 22:00) |
!sota <ref> |
!summit |
OE/KT-048 Rinsennock 2334m, 10Pkt |
!sota <lat> <lon> |
OE/KT-072 Villacher Alpe 2166m 8Pkt (88m NW) \| … |
|
!az <lat lon> |
!sotaaz, !zone |
AZ OE/KT-048 Rinsennock 2334m: JA - 30m bis zum Rand, 10Pkt |
!relais <band> [ort\|lat lon] |
!rpt |
2m b. Villach: OE8XNK Gerlitzen 145.7625 -0.6 (10km) \| … |
!vorhersage <ort> |
!morgen, !fc |
24h Villach: 18 bis 26C, 11mm Regen, Böen 38km/h |
!lawine |
!avalanche |
Lawine KTN: Stufe 3 erheblich (ab Waldgrenze) |
!spot [assoc] |
!spots |
OE8XXX OE/KT-048 14.062 CW 12min |
!sonne [ort\|lat lon] |
!sun |
Sonne: auf 06:04, unter 20:15, dunkel 20:48 (noch 1h03) |
!netz |
!status |
Netz KTN: 29/33 aktiv, Weiterl. 2578/1h 31977/24h, stärkster WO-Pölling (395) |
!mond [ort\|lat lon] |
!moon |
Mond: auf 10:28, unter 21:33, zunehmend 17% |
!sicht <lat,lon> <lat,lon> |
!los |
Sicht 18.4km: FREI, Fresnel 100% (enger bei km17.5, 1347m) |
!hoehe <lat,lon> |
!seehoehe |
Hoehe 46.6719,13.8902: 1478m (EU-DEM 25m) |
!dist <lat,lon> <lat,lon> |
!entfernung |
37.9km, Peilung 312 NW (zurueck 132 SO) |
!qth <locator\|lat lon> |
!loc |
JN76hp = 46.6250, 13.8333 |
!wo <name\|hash> |
!node |
Position, Verkehr und letzter Empfang eines Knotens |
!pfad <hash> |
!hash, !path |
Pfad d733 = AT-K-Maria Saaler Berg: 46.666,14.344, 963/24h, zuletzt 12h |
!melde <was, wo> |
!luecke |
Meldung #4 aufgenommen, danke |
!dx |
!solar |
DX: SFI 117, A6, K0, SN 83, Xray C1.3 |
!iss [lat lon] |
!sat |
ISS 05:44 max 24Grad, NNO>W, 6min |
!zeit |
!time, !utc |
UTC 16.08.2026 17:11:53 (Epoch 1786900313) |
!quota |
!kontingent, !rest |
Kontingent: 44/50 pro 1h00 frei (inkl. dieser Antwort). Bot 12/12 pro 10min |
!ping |
MeshBot OK, up 3d4h, 42 cmds |
|
!frag <frage> |
!frage, !ask, !ki |
KI: Ein Repeater verstärkt und weiterleitet Signale im Funknetz. |
!version |
!ver, !stand |
MeshBot 1.7.0: Direktnachrichten: fragst du direkt, antworte ich direkt |
!help [cmd\|gruppe] |
!hilfe |
Übersicht — mit Befehl dahinter die Einzelheiten |
Drei Stufen: alle Befehle, eine Gruppe, ein einzelner Befehl.
!help 25 Befehle in 5 Gruppen: wetter berg standort netz sonst | !help <thema>
!help berg Berg: !gipfel !sota !az !spot !sonne !mond
!help az !az <lat lon> stehst du in der SOTA-Aktivierungszone? Polygon von SOTLAS
!help pfad Aliase werden mitaufgelöst — das ist die Hilfe zu !wo
Gruppen sind wetter, berg, standort, netz und sonst.
Ist !frag abgeschaltet, nennt die Übersicht 24 Befehle und führt ihn nicht auf — ein beworbener Befehl, der schweigt, sieht aus wie ein kaputter Bot.
Bis August 2026 kam auf !help die flache Liste aller Befehle. Die war 114 Zeichen lang und wurde damit als 167-Byte-Paket ausgesendet — eine Größe, die im Netz nicht zuverlässig ankommt. An einem gemessenen Tag lagen neun von 2400 Paketen über 160 Byte, und zwei !help-Antworten hintereinander wurden von keinem Repeater wiederholt, während kürzere Antworten davor und danach durchgingen.
Seither hat der Bot 100 Zeichen statt 116, und die Übersicht nennt Gruppen statt Befehle. Ein Test prüft bei jeder Zeichengrenze, dass entweder alle Befehle oder alle Gruppen genannt werden — nie ein Rumpf. Und dass jeder Befehl eine Einzelhilfe hat und in einer Gruppe vorkommt, sonst fällt ein neuer Befehl still aus der Dokumentation.
Warum nicht einfach längere Nachrichten? Weil die Grenze nicht der Bot setzt. Ein längeres Paket ist länger in der Luft und wird pro Hop unwahrscheinlicher — bei 167 gegen 103 Byte rund 60 % mehr Sendezeit, in der eine Kollision dazwischenfahren kann. Und die Sendebrücke merkt davon nichts: Sie meldet „gesendet", auch wenn das Funkgerät den Rahmen abgelehnt hat. Eine Antwort, die nicht ankommt, sieht im Log genauso aus wie eine, die ankommt.
Rund 3200 Kärntner Orte, bis hinunter zu Weilern und Ortsteilen. Gemessen wird aber nur an 34 Wetterstationen — in Knappenberg steht kein Thermometer. Der Bot nimmt deshalb die nächstgelegene Station und schreibt sie dazu:
!wx Knappenberg
WX Knappenberg (Friesach): 25.3C, 51%, Wind 11km/h NO, 954hPa
Die Klammer ist der ehrliche Teil der Antwort: Friesach liegt zwölf Kilometer entfernt. Am Stationsort selbst fällt sie weg — !wx Villach bleibt WX Villach:.
Ortsnamen bekommen Talstationen. Arnoldstein liegt auf 580 m, die Villacher Alpe auf 2117 m und ist trotzdem die nächstgelegene Station — ohne diese Regel käme auf !wx Arnoldstein eine Antwort mit zehn Grad zu wenig. Wo die Station selbst im Ort steht, gilt sie auch am Berg: Mallnitz, Flattnitz, Kanzelhöhe. Bei einer Position gilt die Grenze nicht — wer vom Dobratsch fragt, will die Werte vom Dobratsch.
Schreibweise ist großzügig:
Sankt und St. sind derselbe Ort — !wx Bad St. Leonhard wie !wx Bad Sankt Leonhard!wx Feistritz ob Bleiburg wie !wx Bistrica pri PliberkuGeschrieben wird der Ort trotzdem richtig. Gesucht wird umlautfrei, damit !wx noetsch und !wx nötsch beim selben Eintrag landen — in der Antwort steht seit 28.08.2026 die echte Schreibweise:
!wx nötsch
WX Nötsch (Bad Bleiberg): 20.4C, 81%, Wind 7km/h O, 914hPa
Bis dahin war der Suchschlüssel zugleich der Anzeigename, und der Ort hieß in jeder Antwort falsch. 405 Kärntner Ortsnamen haben ihren Umlaut zurück. Bei den Stationsnamen geht das nicht: Die GeoSphere schreibt selbst DOELLACH und GMUEND/KAERNTEN — das ist dort der Name, keine Umschrift von uns.
Die 34 Stationen enden an der Landesgrenze. Seit 28.08.2026 endet die Antwort dort nicht mehr — für alles außerhalb kommt ein Modellwert, mit Länderkürzel:
!wx lienz
WX Lienz (AT): 21.9C, 77%, Wind 1km/h NNO (Modell)
!wx hamburg
WX Hamburg (DE): 18.0C, 85%, Wind 13km/h SSO (Modell)
Das Kürzel ist kein Schmuck: „Lienz" gibt es in Osttirol und im Kanton St. Gallen, „Hamburg" einmal in Deutschland und viermal in den USA. Ohne Kürzel weiß der Empfänger nicht, welches er bekommen hat.
Bei mehreren gleichnamigen Orten gilt Nähe vor Einwohnerzahl — „Peca" heißt ein Ort in Indonesien und der Berg in den Karawanken, beide mit Einwohnerzahl null. Liegt nichts in Reichweite, gewinnt der größere Ort.
Ein Modellwert ist keine Messung. Innerhalb Kärntens misst ein Thermometer, außerhalb rechnet ein Modell — deshalb steht
(Modell)dahinter. Dasselbe wie beim Gipfelwetter.
Vorher lieferte das falsche Antworten, die richtig aussahen. !wx hamburg ergab WX Haimburg (Voelkermarkt-Goldbrunnhof) — einen Kärntner Weiler mit ähnlichem Namen. Näheres unter Was gefunden wird und in welcher Reihenfolge.
Fehlt ein Kärntner Ort, ist das meist eine Lücke in OpenStreetMap. Melde ihn auf
#at-ktn-bot, dann kommt er beim nächsten Durchlauf mit.
Berge haben seit 28.08.2026 einen eigenen Befehl: !gipfel, Alias !berg. Er kennt 9442 Gipfel in zehn Ländern.
!gipfel triglav
WX Triglav 2864m: 9.0C, 79%, Wind 7km/h WNW (Modell)
!gipfel marmolada
WX Marmolada 3343m: 7.4C, 74%, Wind 9km/h SW (Modell)
!wx goldeck geht weiter. Was eindeutig ein Bergname ist, beantwortet !wx nach wie vor — nur geraten wird dort nicht mehr unter den Gipfeln. Warum die Trennung nötig war, steht unter Was gefunden wird und in welcher Reihenfolge.
| Land | Gipfel | Land | Gipfel | |
|---|---|---|---|---|
| Italien | 3700 | Slowakei | 370 | |
| Österreich | 2171 | Deutschland | 262 | |
| Schweiz | 1341 | Ungarn | 241 | |
| Kroatien | 508 | Tschechien | 231 | |
| Slowenien | 407 | Polen | 211 |
Am Gipfel misst niemand — das ist ein Modellwert, und die Antwort sagt es. Deshalb steht
(Modell)dahinter. Die Zahlen kommen von Open-Meteo, gerechnet auf die Gipfelhöhe: Ohne diese Angabe antwortet ein Wettermodell für die mittlere Höhe seiner Gitterzelle, und die liegt bei einem Berg schnell mehrere hundert Meter zu tief — mit entsprechend zu warmen Temperaturen.
Der Unterschied zu den Kärntner Orten ist wichtig: Bei !wx villach steht eine echte Messung dahinter, bei !gipfel triglav eine Rechnung. Wo gemessen wird, wird nicht gerechnet — und das gilt auch am Berg:
!wx dobratsch
WX Dobratsch 2166m (Villacher Alpe): 11.7C, 99%, Wind 30km/h SW, 791hPa
Kein (Modell) dahinter, weil 200 m vom Gipfelkreuz die Station Villacher Alpe steht. Ein Gipfel nimmt die Messung, sobald eine Station näher als 3 km und weniger als 300 Höhenmeter entfernt ist. Beide Bedingungen zusammen: Nähe allein genügt nicht, eine Talstation kann in der Luftlinie nah sein und trotzdem 1500 m tiefer anderes Wetter messen.
Wie unterschiedlich das ausfällt, zeigt derselbe Berg zur selben Minute: Das Modell sagte 8 km/h Wind, die Station am Gipfel maß 30 km/h. Wer nach dem Modellwert eine Gratwanderung plant, erlebt eine Überraschung. Genau deshalb steht
(Modell)dort, wo eines gerechnet wurde.
Die Höhe steht immer dabei, sobald ein Gipfel gemeint ist — ob gemessen oder gerechnet. Bis 30.08.2026 fehlte sie im Messzweig: !gipfel gerlitzen antwortete WX Gerlitzen 1909m, !gipfel dobratsch dagegen WX Dobratsch (Villacher Alpe). Derselbe Befehl, zwei Formen — und die Höhe fehlte ausgerechnet dort, wo eine Station misst statt ein Modell zu rechnen. Sie ist das Einzige, was !gipfel von !wx unterscheidet. Orte bekommen weiterhin keine: ein Ort hat keine einzelne Höhe, die zu nennen sich lohnt.
Namen sind großzügig: Dobratsch findet auch Villacher Alpe (Dobratsch), Marmolada auch Punta Penia – Marmolada, grossglockner auch Großglockner. Bei zwei Bergen gleichen Namens gewinnt der höhere.
Die SOTA-Liste benennt den höchsten Punkt, der Volksmund das Massiv. Wer den geläufigen Namen tippt, kommt trotzdem an:
| getippt | gefunden |
|---|---|
koralpe |
Großer Speikkogel, 2140 m |
saualpe |
Ladinger Spitz, 2079 m |
kellerwand |
Hohe Warte, 2780 m |
hochstuhl |
Stol, 2236 m (slowenischer Name, der Berg ist derselbe) |
glockner |
Großglockner, 3798 m |
obir |
Hochobir, 2139 m |
Manche Berge fehlen der SOTA-Liste ganz. Sie führt nur Gipfel ab 150 m Schartenhöhe — Kärnten hat dort 282 Einträge. Petzen, Kornock, Falkert und die Koschuta sind nicht darunter. Für die springt die Ortssuche ein:
!gipfel petzen
WX Peca (AT): 16.9C, 66%, Wind 11km/h W (Modell)
Peca ist der slowenische Name der Petzen. Findet auch die Ortssuche nichts — bei Kornock etwa —, sagt der Bot das, statt einen ähnlich klingenden fremden Berg zu liefern.
Fünf Stufen. Die Regel dahinter ist zweimal dieselbe: Gemessenes vor Gerechnetem, Sicheres vor Geratenem.
| Verzeichnis | Treffer | Antwort | |
|---|---|---|---|
| 1. | Kärntner Orte | genau | Messung einer der 34 Stationen |
| 2. | Gipfel | genau oder ganzes Wort | Modell |
| 3. | Orte weltweit | genau | Modell, mit Länderkürzel |
| 4. | Kärntner Orte | ähnlich | Messung, mit ? |
| 5. | Orte weltweit | ähnlich | Modell, mit ? |
Warum Stufe 3 vor Stufe 4 steht: !wx hamburg lieferte bis 28.08.2026 WX Haimburg (Voelkermarkt-Goldbrunnhof). Ein exakter Treffer muss einen geratenen schlagen, auch über die Landesgrenze.
Warum Stufe 4 vor Stufe 5 steht: umgekehrt genauso. Der Tippfehler vilach findet im weltweiten Verzeichnis das spanische Vilachá mit fünf Einwohnern. Ein geratener Treffer darf einen anderen geratenen nicht schlagen.
Eine Ähnlichkeitsschwelle kann das nicht lösen — das wurde gemessen.
hamburg → haimburgliegt bei 0,933, der echte Tippfehlervilach → villachbei 0,923. Der falsche Treffer ist ähnlicher als der richtige. Jede Schwelle, die Hamburg aussperrt, sperrt auchvilach,goldekundspittallaus. Dass Hamburg ein echter Ort außerhalb Kärntens ist, steht nicht im Namen — das ist Wissen, und Wissen gehört in eine Tabelle, nicht in einen Schwellwert.
Geraten wird gekennzeichnet. Ein Fragezeichen am Namen, ein einziges Zeichen:
!wx vilach
WX Villach?: 20.7C, 86%, Wind 5km/h NO, 960hPa
Das heißt: Ich nehme an, du meinst Villach. Vorher war eine geratene Antwort von einer gewussten nicht zu unterscheiden.
Ganzes Wort statt Wortteil. Bis 28.08.2026 genügte es, dass die Anfrage irgendwo im Bergnamen vorkam — auch mitten im Wort. So wurde eckwand zu Bl-eckwand und lienz zu Sandegg - Lienz-er. Jetzt zählt nur ein ganzes Wort. Gemessen an zwei Dutzend echten Bergabfragen kostet das genau einen Treffer, glockner, und den fängt die Aliastabelle oben auf.
Das Gipfelverzeichnis stammt aus der SOTA-Gipfelliste und versorgt auch !sota <lat lon> → Gipfel finden
!warnHieß bis August 2026
!uwz. Wer den alten Namen tippt, bekommt einen Hinweis auf!warnstatt einer Warnung — warum umbenannt wurde, steht unter Woher die Daten kommen.
Ohne Angabe kommt eine Landesübersicht aus vier Abfragepunkten — Zentralraum, Oberkärnten, Gailtal, Lavanttal. Die sagt, dass irgendwo im Gailtal gewarnt wird. Ob es das eigene Tal trifft, sagt sie nicht.
Deshalb geht auch ein Ort oder eine Position:
!warn
WARN KTN: GELB Hitze (Zentralraum bis 23:59), GELB Gewitter (KTN weit bis 00:00)
!warn waidegg
WARN Waidegg (Kirchbach): GELB Gewitter (bis 22:00)
!warn 46.7939 14.9594
WARN St. Andrae: GELB Hitze (bis 23:59), GELB Gewitter (bis 00:00)
Gewarnt wird immer die Gemeinde, nicht der Ortsteil — die amtliche Warnung ist gemeindeweise aufgelöst. Heißt die Gemeinde anders als der gefragte Ort, steht sie in der Klammer: Waidegg gehört zu Kirchbach, Knappenberg zu Hüttenberg. Dieselbe Ehrlichkeit wie die Wetterstation bei !wx.
Ein Unterschied zu !wx, der leicht zu übersehen ist: Beim Wetter kommt die nächstgelegene Station, bei der Warnung die Gemeinde am Ort selbst. !wx Nötsch misst in Bad Bleiberg, !warn Nötsch warnt für Nötsch im Gailtal.
!warn graz hat lange Unbekannt geantwortet, und das war ein Fehler in der Beschriftung, nicht in den Daten: Die amtliche Warnquelle der GeoSphere deckt ganz Österreich ab, das Ortsverzeichnis des Bots aber nur Kärnten. Gefehlt hat also nie die Warnung, sondern der Ort dazu.
Jetzt wird zweistufig gesucht:
!wx — 3199 Ortschaften bis hinunter zu Weilern und Almen!warn graz
WARN Graz: GELB Gewitter (bis 00:00)
!warn kitzbuehel
WARN Kitzbühel: keine Warnungen aktiv
Statutarstädte waren dabei die eigentliche Hürde: Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Villach sind Gemeinden, die zugleich ihr eigener Bezirk sind, und tauchen deshalb in der Gemeindeebene der Kartendaten gar nicht auf. Wer nur diese Ebene abfragt, verliert die sechs größten Städte außerhalb Wiens — genau das war passiert.
Außerhalb Kärntens wird nicht geraten.
!wxverzeiht Tippfehler und antwortet notfalls mit einem ähnlichen Ort, gekennzeichnet mit Fragezeichen. Bei über zweitausend Gemeinden findet eine Ähnlichkeitssuche aber für fast jeden Vertipper irgendetwas — und eine Warnung fürs falsche Tal ist schlechter als gar keine. Deshalb gilt hier: exakter Treffer oder eindeutige Ergänzung, sonst Unbekannt.Eindeutig ergänzt wird nur, wo es keine zweite Möglichkeit gibt:
wiener neustadtfindet Wiener Neustadt.kremsfindet nichts, weil es Krems an der Donau und Krems in Kärnten gibt. Bei Namensgleichheit hilft das Bundesland:warth vfür Vorarlberg,warth noefür Niederösterreich.
Ortsverzeichnis, Schreibweisen und Tippfehler-Toleranz sind innerhalb Kärntens dieselben wie oben. Unbekannter Ort → Verweis auf die Position, die geht überall, auch auf Almen und Gipfeln ohne Ortsnamen.
Keine Antwort ist keine Entwarnung. Ist die Warnquelle nicht erreichbar, sagt der Bot das (
WARN: Quelle nicht erreichbar) oder liefert den letzten bekannten Stand mit~davor. Was er nie tut: bei ausgefallener Quelle „keine Warnungen aktiv" funken.
!pfadIm „Set Path"-Fenster steht
<Unknown Repeater d733>. Der Hash ist der Anfang des Public Key — und bisher brauchte man einen Rechner mit Internet, um daraus einen Namen zu machen → Pfad-Hashes auflösen. Genau den hat man im Gelände nicht.
!pfad d733
Pfad d733 = AT-K-Maria Saaler Berg: 46.666,14.344, 963/24h, zuletzt 12h
Der Bot nimmt zwei bis acht Hexziffern — zwei bei einem Knoten mit 1-Byte-Hash, vier bei den üblichen zwei Byte. Groß- und Kleinschreibung ist egal. !wo d733 tut dasselbe: es ist derselbe Befehl, er erkennt am Argument, ob ein Name oder ein Hash gemeint ist.
Bei einer Kollision nennt er alle. Genau dafür gibt es zwei Byte — mit einem Byte teilen sich in einem wachsenden Netz irgendwann zwei Knoten denselben Hash:
!pfad 1e
Pfad 1e: 3 Treffer - AT-HE-Waidegg (11/24h), AT-KR-3561-Am Heiligens (0/24h), AT-BN-OE3FJS/P (0/24h)
Der verkehrsstärkste steht vorn, weil er in einem Pfad der wahrscheinlich gemeinte ist. Genannt werden höchstens drei, die Gesamtzahl steht davor.
Kein Treffer heißt kein Treffer. Bei einer hexförmigen Eingabe sucht der Bot nicht nach ähnlichen Namen.
!pfad beefantwortetkein Knoten mit diesem Hash, statt einen Knoten namens „Bergfee" zu liefern — eine plausibel aussehende falsche Auskunft ist schlechter als keine. Bei einem Namen wie!wo bergfegreift die Ähnlichkeitssuche weiterhin.
Die Daten sind dieselben wie bei !netz und !wo: die Karten-API. Ein Knoten, den kein Observer je gehört hat, steht dort nicht — dann kommt auch kein Name.
!sichtDie Frage, die auf dem Kanal am häufigsten kommt: Sehen sich diese zwei Punkte? Bisher hieß die Antwort „hinfahren und probieren".
!sicht 46.603101,13.671223 46.67191,13.89025
Sicht 18.4km: FREI, Fresnel 100% (enger bei km17.5, 1347m)
Der Bot tastet das Gelände zwischen beiden Punkten an 85 Stellen ab, legt die Sichtlinie darüber und meldet die engste Stelle. Drei mögliche Urteile:
| Urteil | Bedeutung |
|---|---|
FREI |
mehr als 60 % der ersten Fresnelzone frei — die Strecke sollte gehen |
KNAPP |
Sichtlinie frei, Fresnelzone angeschnitten — geht vielleicht, mit Dämpfung |
BLOCKIERT |
Gelände steht im Weg, samt fehlender Höhe in Metern |
Warum nicht einfach „Sicht ja/nein"? Weil Funk kein Licht ist. Um den Strahl liegt ein Ellipsoid, die erste Fresnelzone, durch das der Großteil der Energie läuft. Ein Strahl, der den Grat gerade so streift, ist geometrisch frei und funktechnisch trotzdem tot. Auf 18 km ist diese Zone in der Mitte rund 40 m dick — die muss frei bleiben, nicht bloß die Linie. Mehr dazu unter Kein Empfang?.
Mitgerechnet wird auch die Erdkrümmung mit dem üblichen Faktor k = 4/3: Der Funkstrahl biegt sich in der Atmosphäre leicht mit, läuft also nicht ganz geradeaus. Auf 20 km macht das rund 6 m aus — genug, um eine knappe Strecke zu kippen.
Was
FREInicht heißt. Gerechnet wird auf dem nackten Gelände. Wald, Häuser und Masten stehen nicht im Modell.FREIheißt „der Berg steht nicht im Weg" — nicht „die Verbindung steht". Angenommen werden 3 m Antennenhöhe an beiden Enden, und das Höhenmodell hat 25 m Rasterweite: Ein einzelner scharfer Grat kann zwischen zwei Rasterpunkten durchrutschen.
Die ersten und letzten 500 m einer Strecke bleiben absichtlich außen vor. Dort entscheidet die Aufstellung über die Verbindung — Mast, Dachkante, Baum vor der Antenne —, nicht das Streckenprofil. Wer 50 m vor der Antenne ein Hindernis hat, sieht das ohne Rechner.
Zusammen mit !hoehe und !dist wird daraus eine kleine Standortsuche im Feld: Wie hoch liege ich hier, wie weit und in welche Richtung ist der Repeater, und steht etwas dazwischen. Alles ohne Handynetz.
Gut zu wissen:
!wx und !relais den Standardort!wx vilach findet Villachkt-048, KT048, oe/kt-048!relais: 2m, 70cm, 23cm!ping taugt auch als Reichweitentest — die App zeigt SNR und Hops der Antwort!help ist dreistufig: alle Befehle, eine Gruppe (!help standort), ein einzelner (!help sicht)!sonne, !mond, !zeit, !dist und !qth brauchen kein Internet — sie werden gerechnet. Sie antworten also auch dann, wenn der Bot gerade von der Außenwelt abgeschnitten ist!sicht ist der langsamste Befehl (drei bis sechs Sekunden), weil er das Höhenmodell abfragt. Dieselbe Strecke ein zweites Mal kommt sofort aus dem SpeicherAm Gipfel weiß man selten, ob man auf OE/KT-048 oder OE/KT-072 steht — das Gerät kennt aber die Koordinaten. Deshalb nimmt !sota auch eine Position:
!sota 46.60 13.67
OE/KT-072 Villacher Alpe (Dobratsch) 2166m 8Pkt (88m NW) | OE/KT-398 Kilzerberg 1330m 4Pkt (3.4km NW)
Entfernung und Himmelsrichtung stehen dabei, damit du erkennst, ob du wirklich oben stehst — 88 Meter heißt Gipfel, 3,4 Kilometer heißt Nachbarberg. Es kommen zwei Treffer, falls der erste nicht der gemeinte ist.
Jeder Befehl mit Ortsangabe nimmt auch eine Position. Statt !wx villach geht !wx 46.6031 13.6712, statt !relais 2m villach auch !relais 2m geo:46.79,13.50. Bei !wx wird die nächstgelegene der 34 Kärntner Wetterstationen genommen und ihr Name mit ausgegeben — eine Abfrage vom Dobratsch liefert die Villacher Alpe auf 2140 m, eine aus dem Tal Bad Bleiberg. So ist erkennbar, woher die Werte stammen.
Die Position kannst du direkt aus der App hineinkopieren — abtippen ist nicht nötig. Der Bot sucht sich die Koordinaten aus dem Text heraus, egal wie sie verpackt sind:
!sota 46.6031, 13.6712
!sota 46,6031, 13,6712
!sota geo:46.6031,13.6712
!sota https://maps.google.com/?q=46.6031,13.6712
Gesucht werden die ersten zwei Dezimalzahlen; ganze Zahlen wie ein Zoomfaktor im Kartenlink stören nicht. Ist weiter als 25 km kein Gipfel, antwortet der Bot SOTA: kein Gipfel in 25km — eine Angabe aus dem Nachbartal wäre als Standortbestimmung wertlos.
Diese Suche läuft im Bot selbst, gegen 1780 Gipfel aus Kärnten, der Steiermark, Tirol, Salzburg und Oberösterreich. Sie braucht kein Internet und antwortet sofort — und sie springt ein, wenn die SOTA-Datenbank bei einer Referenzabfrage gerade nicht erreichbar ist.
!azDie Aktivierungszone ist keine Kreisfläche um den Gipfel. Sie ist alles, was höchstens 25 Höhenmeter unter dem Gipfel liegt und mit ihm zusammenhängt — im Gelände eine krumme Fläche, die sich am Grat entlangzieht und am Steilhang abrupt endet. Genau deshalb ist sie schwer zu schätzen und der häufigste Streitpunkt bei einer Aktivierung.
!az 46.9089,13.8506
AZ OE/KT-048 Rinsennock 2334m: JA - 30m bis zum Rand, 10Pkt
!az 46.9125 13.8506
AZ OE/KT-048 Rinsennock: NEIN - 267m bis zur Zone, Gipfel 400m S
Aliase: !sotaaz, !zone, !gipfelzone. Die Position wird gelesen wie überall im Bot — Punkt oder Beistrich, mit oder ohne Leerzeichen, auch aus einem Kartenlink heraus.
Der Bot rechnet die Zone nicht, er schlägt sie nach. SOTLAS stellt für jeden Gipfel das fertige Zonenpolygon bereit, erzeugt aus hochauflösenden Höhenmodellen. Der Bot holt es und prüft, ob deine Position darin liegt. Eine selbst gerechnete Zone aus einem 25-m-Modell wäre am Grat genau dort falsch, wo die Frage schwierig wird.
Geprüft werden bis zu drei Gipfel, nächster zuerst: Zwischen zwei Gipfeln ist der nächstgelegene nicht immer der, in dessen Zone man steht.
Die Zahl am Ende ist der Abstand zum Zonenrand.
30m bis zum Randheißt: dreißig Meter Luft.NEIN - 267m bis zur Zoneheißt: so weit musst du noch. Bei einstelligen Werten entscheidet dein Höhenmesser, nicht das Polygon — auch SOTLAS' Flächen stammen aus einem Höhenmodell.
Gibt es für einen Gipfel kein Polygon, sagt der Bot das und nennt die Zonenhöhe zum Selbstmessen. Er erfindet keine Fläche.
Das ist kein Fehler, sondern der wichtigste Teil des Entwurfs. Sendezeit ist im 868-MHz-Band die knappste Ressource, und jede Antwort verbraucht sie für alle.
Der Bot antwortet deshalb nicht, wenn:
| Fall | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Mehr als 4 Befehle in 5 Minuten von dir | Absenderbremse |
| Mehr als 12 Antworten in 10 Minuten im ganzen Netz | globale Bremse |
| Derselbe Befehl innerhalb einer Minute | Duplikaterkennung — im Mesh kommt dieselbe Nachricht über mehrere Repeater an |
| Unbekannter Befehl | Ein „kenn ich nicht" kostet genauso viel Sendezeit wie eine Antwort |
| Datenquelle nicht erreichbar | Dann kommt der letzte bekannte Wert mit ~ davor, oder gar nichts |
Es sind keine Zählfenster, die alle zehn Minuten auf null springen, sondern Eimer, die nachtropfen. Ein ruhiges Netz hat den Eimer voll — dann gehen die Antworten direkt hintereinander raus. Ist er leer, kommt jede weitere einzeln nach.
| Am Stück | Danach | Pro Stunde | |
|---|---|---|---|
| Du allein | 4 | 1 alle 75 s | 48 |
| Ganzes Netz | 12 | 1 alle 50 s | 72 |
Drei Feinheiten, die im Betrieb den Unterschied machen:
!wetterr wird erst nach beiden Bremsen als unbekannt erkannt. Der Fehlversuch verbraucht dein Kontingent und das des Netzes und liefert nichts zurück.Dazu kommt die dahinterliegende Sendebrücke, die der Bot nicht umgehen kann — das ist Absicht.
Faustregel: Wenn nichts zurückkommt, nicht sofort nachtippen. Zwei Minuten warten, dann erneut. Wiederholtes Absetzen macht es schlimmer, nicht besser.
!quotaDie Sendebrücke hinter dem Bot hat ein eigenes Limit: 50 Sendungen pro Stunde, geteilt von allem, was aus der IT ins Netz funkt — Bot, Sendefenster, Alarme. Was darüber liegt, wird verworfen, nicht gepuffert.
Der Wert stand bis August 2026 auf 12 und war geschätzt. Nachgemessen: Eine 135-Byte-Kanalnachricht dauert 1,23 s, das Band erlaubt 360 s Sendezeit je Stunde und Gerät — 12 Sendungen waren vier Prozent davon, 50 sind siebzehn.
Das Tückische daran: Man merkt es nicht. Der Bot schweigt wie bei jeder anderen Bremse, und das Sendefenster meldet trotzdem „eingeliefert". Deshalb gibt es eine Abfrage:
!quota
Kontingent: 44/50 pro 1h00 frei (inkl. dieser Antwort). Bot 12/12 pro 10min
!quota
Kontingent: 0/50 pro 1h00 - voll, naechster Platz in 29min. Bot 11/12 pro 10min
Aliase: !kontingent, !rest.
Zwei Zahlen, zwei verschiedene Bremsen: Kontingent ist die Stunde der Sendebrücke, Bot der Eimer aus der Tabelle oben. Wer ins Leere funkt, sieht hier welche der beiden zugeschlagen hat.
Die Abfrage kostet selbst eine Sendung. Ihre Antwort geht durch dasselbe Gate — deshalb steht
inkl. dieser Antwortdabei: Wer44/50 freiliest, hat danach 43. Bei0/50nennt der Bot die Wartezeit bis zum nächsten freien Platz.
| Befehl | Quelle |
|---|---|
!wx Messwerte |
GeoSphere Austria, TAWES-Stationen im 10-Minuten-Takt (CC BY 4.0) |
!wx Ortsnamen |
OpenStreetMap (ODbL), im Bot hinterlegt — rund 3200 Kärntner Orte |
!wx <gipfel> |
Open-Meteo, auf die Gipfelhöhe gerechnet. Gipfelverzeichnis aus der SOTA-Liste, 9442 Gipfel in zehn Ländern |
!warn |
GeoSphere Austria, amtliche Warnungen — gemeindeweise, CC BY 4.0. Ortsnamen außerhalb Kärntens aus einem Gemeindeverzeichnis nach OpenStreetMap, ODbL |
!sota <ref> |
SOTA-Datenbank, API v2 |
!sota <lat> <lon> |
1780 Gipfel, im Bot hinterlegt |
!az |
SOTLAS, Zonenpolygone von az.sotl.as (GPX in WGS84), 30 Tage gecacht |
!vorhersage |
GeoSphere, Modell nwp-v1-1h-2500m, punktgenau |
!lawine |
EAWS-Bulletin, Region AT-02 — nur in der Saison |
!spot |
SOTAwatch über die SOTA-API |
!netz |
Karten-API von map.carinthiamesh.com, gezählt über Stunde und Tag |
!wo, !pfad |
dieselbe Karten-API. Der Hash ist der Anfang des public_key |
!sonne, !zeit |
gerechnet, keine Quelle |
!relais |
RelaisBlick, Datenbestand im Bot hinterlegt |
!frag |
keine Quelle — ein Sprachmodell, selbst betrieben. Siehe unten |
!frag, Rückfall |
deutschsprachige Wikipedia, erster Satz des Artikels, mit WP: gekennzeichnet |
Werte werden zwischengespeichert: Wetter 10 Minuten, Warnungen 5 Minuten, SOTA und Relais je einen Tag. Zwei gleiche Abfragen kurz hintereinander erzeugen also nur eine Anfrage nach außen.
Zur Sonne: Auf- und Untergang werden nach der Sonnenstandsgleichung gerechnet, nicht abgefragt. Gegen eine unabhängige Quelle geprüft liegt das Ergebnis rund zwei Minuten daneben — für Tourenplanung reicht das, für die Sekunde nicht.
Zur Warnung: Der Befehl hieß bis August 2026 !uwz, und die Antworten begannen mit UWZ. Das war falsch beschriftet: Die Unwetterzentrale (uwz.at) ist ein privater Dienst der UBIMET und hat mit diesen Daten nichts zu tun — amtlich warnt in Österreich die GeoSphere. Ein fremder Markenname über fremden Daten gehört sich nicht, deshalb heißt beides jetzt WARN. !uwz antwortet weiterhin — aber mit !uwz heisst jetzt !warn. Gleiche Daten (GeoSphere Austria), neuer Name statt mit einer Warnung. Schweigen wäre hier die schlechtere Antwort: Wer den alten Befehl aus dem Kanal kennt, hielte den Bot sonst für kaputt.
Zur Lawine: Von etwa November bis April gibt es ein Bulletin, sonst antwortet der Bot kein Bulletin (ausserhalb der Saison). Ausgegeben wird die höchste Warnstufe der Kärntner Teilregionen — im Zweifel die vorsichtigere Angabe. Sie ersetzt keinen Blick ins vollständige Bulletin.
Zum Wetter: Abgefragt wird die nächstgelegene Talstation, nicht der Gipfel. Eine Abfrage für Nötsch liefert Bad Bleiberg auf 909 m — sonst käme die Villacher Alpe auf 2140 m heraus, und die hat mit dem Wetter im Tal wenig zu tun.
Eine Antwort auf dem Kanal flutet. Kanalnachrichten kennen keinen gespeicherten Pfad, also gibt jeder der 35 Kärntner Repeater sie einmal weiter. Frage und Antwort zusammen kosten damit rund 70 Aussendungen — und die Hälfte davon ist die des Bots.
Eine Direktnachricht läuft über einen bekannten Pfad und belastet nur die Repeater dieser Kette:
| Aussendungen im Netz | |
|---|---|
| auf dem Kanal | ~70 pro Austausch |
| direkt, Pfad bekannt, 2 Hops | ~8 |
| erste Direktnachricht an einen neuen Kontakt | wie auf dem Kanal — die Pfadsuche flutet |
Der Bot antwortet auf dem Weg, auf dem gefragt wurde. Schreibst du auf #at-ktn-bot, steht die Antwort dort — und alle lesen mit, eine Antwort auf !wx villach nützt fünf Leuten gleichzeitig. Schreibst du ihn direkt an, kommt die Antwort direkt zurück und das Netz bleibt verschont.
An wen schreibt man? Der Bot hat keine eigene Kennung im Funknetz. Er sitzt hinter einem Node, und eine Direktnachricht geht deshalb an diesen Node als Kontakt: AT-VL-Nötsch-ObsBot. Wer ihn noch nicht in der Kontaktliste hat, muss ihn zuerst hören — über eine Advert, wie jeden anderen Kontakt auch.
Und er muss dich kennen. Eine Direktnachricht ist mit einem Geheimnis aus beiden Schlüsseln verschlüsselt. Fehlt dem Node dein Kontakt, kann er sie nicht entschlüsseln und verwirft sie stillschweigend — in der App sieht das aus wie ein Sendefehler. Schick deshalb einmal eine Advert, bevor du das erste Mal direkt schreibst.
Umgekehrt geht es nicht, und das ist kein Versäumnis. Eine Kanalnachricht trägt überhaupt keine Absenderkennung — nur einen Namen im Text, und der ist weder ein Schlüssel noch fälschungssicher. Der Bot kann auf eine Kanalfrage nicht direkt antworten, ihm fehlt die Adresse. Das steckt im Protokoll.
Ein Nebeneffekt, der zählt: bei Direktnachrichten hängt die Absenderbremse am Schlüssel statt am Namen. Auf dem Kanal lässt sie sich durch Umbenennen des Geräts umgehen, direkt nicht.
!fragJeder andere Befehl liefert etwas Gemessenes oder Gerechnetes — einen Stationswert, einen Sonnenstand, ein Polygon von SOTLAS. !frag liefert, was ein Sprachmodell für richtig hält, und ein Sprachmodell kann sich überzeugt irren.
Er beantwortet keine Ortsfragen. Auf die Frage nach der Höhe des Dobratsch (2166 m) antworteten die getesteten Modelle mit 412, 711, 1047, 1586, 1743 und 2764 Metern — sechs verschiedene falsche Zahlen, keine davon als unsicher gekennzeichnet. Der Systemprompt lenkt den Befehl deshalb von Höhen, Entfernungen und Koordinaten weg: die liefert der Bot mit !gipfel, !hoehe und !dist gemessen, und ein Verweis darauf ist mehr wert als eine überzeugt vorgetragene Erfindung. Was bleibt, ist das, was die Modelle wirklich können — einen Begriff erklären.
!frag was ist lora
KI: LoRa ist eine Funktechnologie für lange Reichweiten und geringen Stromverbrauch.
Bei Netz- und Bergfragen antwortet es nicht mit einem Verweis, sondern mit dem Ergebnis. Das Modell erkennt, welcher Befehl gefragt wäre — den führt der Bot dann selbst aus und funkt den gemessenen Wert. Deshalb fehlt dort das KI:: was zurückkommt, hat die Karte oder eine Messstation geliefert, nicht das Modell.
!frag wie viele repeater gibt es in kärnten
Netz KTN: 29/33 aktiv, Weiterl. 2578/1h 31977/24h, stärkster WO-Pölling (395)
!frag wie hoch ist der gerlitzen
WX Gerlitzen 1909m: 13.7C, 79%, Wind 3km/h NO (Modell)
Ausgeführt werden nur !netz, !gipfel und !wx. !dist und !hoehe brauchen Koordinaten — dort bleibt es beim Verweis. Geht bei der Ausführung etwas schief, kommt die Modellantwort als Rückfall.
Die Antwort ist gekennzeichnet. Sie beginnt mit KI: — vier von hundert Zeichen, bewusst ausgegeben. Im Kanal sieht ein Satz aus einem Modell genauso aus wie ein Satz aus einer Messstation, und alles, was der Bot sendet, geht unter dem Rufzeichen des Betreibers hinaus. Das Präfix ist das Einzige, was die beiden unterscheidet.
| Modell | gemma3:4b (Google Gemma 3, 4 Mrd. Parameter, 4-bit) |
| Rechnet | nur auf CPU, ohne Grafikkarte |
| Tempo | rund vier Sekunden pro Antwort |
| Kosten | keine. Selbst betrieben, kein Cloud-Anbieter, kein API-Schlüssel |
Das Modell ist bewusst klein gewählt. Größere waren im Test entweder zu langsam
für das Funknetz oder passten nicht in den Speicher; gemma3:4b hielt als
einziges die Zeichengrenze zuverlässig ein.
Fällt der Dienst aus, schweigt der Befehl. Dann sagt !frag gar nichts, und alles andere läuft weiter. Der Preis dafür, dass es nichts kostet.
Weiß das Modell nichts, wird nachgeschlagen. Sagt es weiss ich nicht, fragt der Bot die deutschsprachige Wikipedia und funkt den ersten Satz des passendsten Artikels. Der trägt dann WP: statt KI: — es ist eine andere Quelle, und KI: wäre dort gelogen:
!frag was ist der wörthersee
WP: Der Wörthersee, auch Wörther See, ist der größte See Kärntens.
Der Artikeltext wird abgeschnitten, nicht zusammengefasst. Eine Zusammenfassung durch dasselbe Modell brächte das Raten zurück, nur mit einer Quelle daneben, die es glaubwürdig aussehen ließe. Deshalb: erster Satz, sonst nichts.
Zwei Grenzen hat das:
wie viele einwohner hat klagenfurt kommt die Definition der Stadt, nicht die Zahl — die steht tiefer im Artikel.weiss ich nicht.Er hängt an einer kürzeren Leine als alles andere. Zwei Fragen pro Absender je 15 Minuten und 100 pro Tag, zusätzlich zu den Bremsen, die jeder Befehl passiert. Eine Wetterabfrage ist eine HTTP-Anfrage; eine KI-Antwort sind Sekunden Rechenzeit. Gleiche Fragen kommen eine Stunde lang aus dem Zwischenspeicher und kosten beides nicht.
Was mit zu langen Antworten passiert. Das Modell wird angewiesen, in einer Zeile zu antworten und weiss ich nicht zu sagen statt zu erfinden. Beides ist keine Garantie. Vier Stufen greifen nacheinander:
| 1 | Der Systemprompt nennt die Grenze als Zahl | eine Bitte, keine Regel |
| 2 | Token-Deckel (80) | begrenzt Rechenzeit, nicht Zeichen — 80 Token sind rund 280 Zeichen |
| 3 | Ganze Sätze fallen hinten weg | nur wenn mindestens die Hälfte des Budgets übrig bleibt |
| 4 | Kürzung auf 100 Zeichen an der Wortgrenze, mit … |
die Garantie |
Nur Stufe 4 garantiert etwas — und zwar, dass das Paket passt, nicht dass die Antwort vollständig ist. Stufe 3 gibt es, damit ein Modell, das in drei Sätzen antwortet, seine letzten Sätze verliert statt seiner letzten Wörter: eine kurze Antwort liest sich besser als eine abgebrochene. Ein einziger langer Satz hat nichts zum Wegkürzen und landet bei Stufe 4.
Vor dem Senden fliegen außerdem Markdown, Steuerzeichen und Backslashes raus. Bindestriche bleiben — 2-5 km ist gültiges Deutsch, eine Aufzählung kommt daher als - Tal: 2-5 km an statt verstümmelt.
Ein 4-Milliarden-Parameter-Modell auf einer CPU, mit hundert Zeichen Platz. Was
dabei herauskommt, hat absehbare Ränder — die folgenden sind an der laufenden
Installation beobachtet, nicht geraten.
Es klingt immer sicher. Auch wenn es falsch liegt. Auf !frag was bedeutet fresnelzone kam Flächen mit geringer Signalstärke, abhängig von Entfernung und Antenneneigenschaften — das ist keine Fresnelzone, liest sich aber wie eine
Definition. Ein Modell kennt keinen Zweifel, den es ausdrücken könnte, außer wenn
man es ihm ausdrücklich beibringt.
Der Verweis stimmt nicht immer. Bei Ortsfragen soll es auf den gemessenen
Befehl zeigen, und meistens tut es das. Auf wie weit ist villach von klagenfurt
kam aber Frag !gipfel klagenfurt — richtige Idee, falscher Befehl. Gemeint war
!dist.
Es weiß selbst nichts über dieses Netz. Keine Repeater, keine Knoten, keine
Kanäle, keine Reichweiten. Das steht in keinem Trainingsdatensatz und liegt dem
Modell auch nicht vor. Wo ein Befehl des Bots die Antwort kennt, wird er
ausgeführt und das Ergebnis gefunkt — wo nicht, kommt weiss ich nicht. Auf
welche repeater gibt es auf dem dobratsch etwa, denn das zählt kein Befehl.
Es weiß nichts Aktuelles. Kein Internet, keine Livedaten, ein Wissensstand, der
irgendwann endet. Wer nach heute fragt, fragt ins Leere.
Es erinnert sich nicht. Jede Frage steht für sich. Eine Rückfrage wie „und wie
weit dann?" hat keinen Bezug zur vorigen Antwort.
Es antwortet nicht zweimal gleich. Dieselbe Frage kann verschiedene Antworten
bekommen — bei der Höhe des Dobratsch waren es im Test vier verschiedene falsche
Zahlen. Was ankommt, ist eine Stichprobe, kein Nachschlagewerk.
Hundert Zeichen sind hundert Zeichen. Für einen Begriff reicht das. Für eine
Erklärung mit Bedingungen und Ausnahmen nicht — die wird gekürzt, nicht
zusammengefasst.
Nichts davon ist versprochen, alles davon ist denkbar. In der Reihenfolge, in der
es sinnvoll wäre:
Antworten aus dem Wiki statt aus dem Modell. Der größte Hebel — und das
Werkzeug dafür ist vorhanden. Damit könnte !frag die Repeaterliste, die
Funkeinstellungen oder die Kanalschlüssel aus diesem Wiki heraus beantworten:
belegt statt geraten. Das wäre ein eigenes Vorhaben, kein Nachbessern.
Wissen über das eigene Netz. Der Bot kennt über !netz, !wo und !relais
bereits den Zustand des Mesh. Diese Daten dem Modell mitzugeben, würde aus einem
allgemeinen Erklärer einen Auskunftgeber über CarinthiaMesh machen.
Ein größeres Modell. Mit einer Grafikkarte wären Modelle möglich, die sicherer
formulieren und seltener danebenliegen. Ohne GPU ist gemma3:4b das vernünftige
Maximum.
Die Position des Fragenden. Wer !frag schickt, steht irgendwo. Die Antwort
könnte das berücksichtigen, so wie !wx und !warn es schon tun.
Was nicht kommen wird: mehrteilige Antworten und Rückfragen im Dialog. Beides
kostet Sendezeit im geteilten Band, und die ist die knappste Ressource im Netz —
daran ändert auch ein besseres Modell nichts.
Der Systemprompt ist an einem guten Dutzend Testfragen abgestimmt, nicht an
hundert echten. Was im Kanal tatsächlich gefragt wird, wird davon abweichen — und
jede Abweichung ist ein Grund nachzuschärfen. Absehbar nötig:
!Fresnelzone. Eine weichere brachtegemma3:4b hat gegen vier AlternativenKurz: !frag ist ausgeliefert, nicht fertig.
Ein eigener Notaus. frag off auf meshinfra/bot/admin legt nur diesen Befehl still; !wx und !netz laufen weiter. Den ganzen Bot zu pausieren, um einen Befehl zum Schweigen zu bringen, wäre der falsch dimensionierte Hammer.
Der Bot läuft auf der Infrastruktur von Michael, OE8YML, zusammen mit der Sendebrücke meshinfra.
| Kanal im Produktivbetrieb | #at-ktn-bot |
| Region-Scope | at-ktn |
| Betreiber | Michael, OE8YML |
| Kontakt | t.me/oe8yml · oe8yml@rednil.at |
| Quellcode | github.com/achildrenmile/meshbot |
Der Region-Scope steht auf
at-ktn. Die Antworten des Bots werden damit innerhalb der Kärntner Region geflutet und nicht darüber hinaus. Das hält den Verkehr dort, wo er hingehört — wer außerhalb dieser Region funkt, erreicht den Bot nicht und sieht seine Antworten auch nicht. Mehr dazu unter Funkeinstellungen.
Bei Störungen oder Wünschen — neue Befehle, andere Orte, falsche Werte — einfach melden. Der Bot lässt sich jederzeit stumm schalten, ohne dass sonst etwas am Netz betroffen ist.
Der Code ist öffentlich und gemeinfrei. Wer ihn in einem anderen Netz einsetzen will, braucht:
Alles Weitere steht im README des Projekts: Konfiguration, Not-Aus, Aktualisieren der Relais- und Stationsdaten.
Ein zweiter Bot im selben Funknetz ist keine gute Idee. Zwei Bots antworten auf denselben Befehl doppelt und verdoppeln die Sendezeit. Wer einen eigenen betreibt, nimmt einen eigenen Kanal.
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