Diese Seite ist eine Leiter: der Reihe nach von oben nach unten abarbeiten. Bleib beim ersten Schritt stehen, der nicht sauber durchgeht, und behebe ihn dort. Alles danach wäre Folgefehler – und die Suche an der falschen Stelle kostet die meiste Zeit.
Die häufigste Ursache ist nicht die Lage und nicht die Hardware. Es sind die Funkparameter. Deshalb stehen die ganz vorn — und die Lage, um die sich die meisten Diskussionen drehen, erst danach.
Ein Node mit falschem Preset ist taub, ohne eine einzige Fehlermeldung. Er verbindet sich sauber mit der App, zeigt Batterie und Uptime, empfängt nur eben nie etwas.
Preset EU/UK Narrow, AT-weit:
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Frequenz | 869.618 MHz |
| Bandbreite | 62.5 kHz |
| Spreading Factor | SF8 |
| Coding Rate | 8 |
set radio 869.618,62.5,8,8
Frequenz, Bandbreite und Spreading Factor müssen übereinstimmen. Die Coding Rate nicht – sie steht im LoRa-Header, der Empfänger liest sie dort. Deshalb laufen Repeater mit CR5 problemlos neben CR8-Geräten.
Der mit Abstand häufigste Fehler: die alten Werkseinstellungen 869,525 MHz / 250 kHz / SF11. Wer die stehen lässt, hört im CarinthiaMesh nichts und wird von niemandem gehört.
Ebenfalls prüfen:
* · at · at-ktn · at-ktn-<bezirk> · at-sued. In der CLI nicht auf region save vergessen.Details auf Funkeinstellungen.
Adverts sind der billigste Test: Sie kommen von selbst, du musst nichts senden.
Schau in die Kontaktliste der App. Tauchen dort mit der Zeit Repeater und Companions auf?
Geduld einplanen. Ein eingerichteter Repeater sendet sein Flood-Advert frühestens alle 47 Stunden. Frisch geflashte Geräte melden sich in den ersten Minuten deutlich öfter, das täuscht. Ein leerer Bildschirm nach zehn Minuten heißt noch nichts.
Wer in der Nähe überhaupt sein könnte, steht auf der Node-Karte und in der Repeaterliste.
Bevor du auf Gelände und Entfernung schaust: Die ersten Meter entscheiden oft mehr als die letzten zehn Kilometer. Ein Node kann an einem guten Standort taub sein, weil er falsch liegt.
Nicht jede Wand ist gleich. Zwei Fälle sind unangenehm, weil sie harmlos aussehen:
set dutycycle 10. Ist das Kontingent aufgebraucht, hält das Gerät Sendungen zurück – das sieht aus wie Funkstille, ist aber die eingebaute Bremse.Prüfmethode für alles in diesem Schritt: eine Sache ändern, dann messen. Antenne senkrecht stellen und erneut ein Advert abwarten. Node vom Blech wegnehmen und erneut. Wer drei Dinge gleichzeitig ändert, weiß hinterher nicht, welches geholfen hat.
LoRa auf 868 MHz braucht Sichtverbindung. Nicht „ungefähr in die Richtung", sondern eine freie erste Fresnelzone zwischen deiner Antenne und der des Repeaters.
Such dir auf der Karte den nächstgelegenen Repeater und prüfe die Strecke. Entscheidend sind dabei drei Werte, die gern geschönt werden:
Kommt dabei „geht sich knapp aus" heraus, ist es in der Praxis meist ein Nein. Steht ein klares Hindernis im Weg, hilft kein Neustart und keine andere Firmware – dann brauchst du einen anderen Standort oder mehr Höhe.
Rechnen lassen statt schätzen: Der Bot kann die Strecke im Funknetz durchrechnen, ohne Handynetz und ohne Karte:
!sicht 46.603101,13.671223 46.67191,13.89025
Sicht 18.4km: FREI, Fresnel 100% (enger bei km17.5, 1347m)
Er meldet FREI, KNAPP oder BLOCKIERT samt der Stelle, an der es eng wird — und er rechnet die Fresnelzone und die Erdkrümmung mit, nicht bloß die Sichtlinie. Wald und Häuser kennt das Höhenmodell allerdings nicht: FREI heißt „der Berg steht nicht im Weg", nicht „die Verbindung steht". Einzelheiten unter MeshBot.
Welches Werkzeug wofür taugt — Trace, Ping,
neighbors,tempradio— steht auf Verbindungen messen.
Rechnen ersetzt keine Messung. Setz eine Nachricht auf einem Kanal ab oder schick eine DM an einen erreichbaren Kontakt und sieh dir an, was zurückkommt.
Was du dabei liest:
Pfad zurücksetzen, wenn es einmal ging und jetzt nicht mehr. Das Gerät merkt sich den Weg zum Gegenüber. Stimmt der nicht mehr, scheitern die Versuche. Nach drei Fehlversuchen verwirft die Firmware den Pfad selbst und flutet beim letzten Versuch – dieses Verhalten lässt sich in den App-Einstellungen abschalten, dann musst du von Hand zurücksetzen.
Und dann der Standorttest: dieselbe Nachricht noch einmal, aber vom Balkon oder aus dem Garten statt vom Fensterbrett. Zwei Meter entscheiden am Rand einer Abdeckungszone öfter als jede Einstellung.
Eine Heatmap ist eine Vorhersage, kein Messwert. Sie kann aus mehreren Gründen danebenliegen – und sie tut es fast immer in dieselbe Richtung: zu optimistisch.
a) Grobe Geländedaten. Die meisten Werkzeuge rechnen mit 30 bis 90 m Rasterauflösung. Ein Felsgrat, eine Geländekante oder eine Häuserzeile ist darin schlicht unsichtbar. Die Karte sieht freie Sicht, wo real ein Hindernis steht.
b) Vegetation fehlt im Modell. Wald dämpft 868 MHz massiv, nasser Sommerwald am stärksten. Kein gängiges Werkzeug rechnet Bäume ein. Die grüne Fläche auf der Karte kann in echt grüner Wald sein – und der frisst das Signal.
c) Das Modell kennt deinen Node nicht. Die Heatmap nimmt eine ideale Antenne im Freien in Rechenhöhe an. Deine liegt auf der Fensterbank, hinter Wärmeschutzverglasung – die dämpft wie eine dünne Wand – mit halb umgeknickter Antenne. Das kostet schnell den gesamten Reserverahmen, den die Karte einkalkuliert.
d) Randbereiche sind Glückssache. Am äußeren Rand einer Abdeckungszone ist die Vorhersage per Definition knapp. Dort entscheiden Wetter, Jahreszeit und zwei Meter Standortunterschied über Empfang oder nicht.
e) Lokales Störrauschen. PV-Wechselrichter, LED-Netzteile und Powerline-Adapter im Haus heben das Grundrauschen. Das Signal kommt an, geht aber im eigenen Lärm unter. Davon weiß die Heatmap nichts.
Zurück zu Schritt 4: Line of Sight noch einmal rechnen, diesmal mit ehrlichen Werten – echte Antennenhöhe, Innenposition. Danach Schritt 5: Ping vom Balkon oder aus dem Garten statt vom Fensterbrett.
Genau diese Meldungen machen unsere Coverage Map besser als jede Vorhersage.
Die Heatmap zeigt, wo Empfang möglich wäre. Die Coverage Map zeigt, wo er wirklich ist. Im Zweifel gewinnt immer die Messung.
Diese Frage kommt in jeder Variante vor: Der Rücken zwischen mir und dem Standort verdeckt die Sicht – hilft mir dann vielleicht ein anderer Berg? Die Antwort ist fast immer: möglich, aber das entscheidet die Geometrie, nicht die Hoffnung.
Abschattung ist lokal. Der Hügel 500 m vor dir verdeckt mehr Himmel als der Berg 20 km hinter ihm. Deshalb liegen Funkloch und Traumlage manchmal zwei Straßen auseinander. Und deshalb ist die Frage nie „bin ich abgedeckt", sondern immer „von welchem Standort aus bin ich abgedeckt".
Eine Heatmap gilt für genau einen Standort. Die Karte für einen Berg sagt nichts darüber, was von einem anderen aus sichtbar ist. Wer in der Karte eines Standorts im Schatten liegt, kann von einem zweiten glatt frei liegen — anderer Winkel, anderer Horizont. Die tatsächliche Abdeckung des Netzes ist die Summe aller Standorte, nicht die beste Einzelkarte.
So gehst du vor:
Hier scheiden sich die Erwartungen, deshalb offen gesagt:
Das hier ist kein Mobilfunknetz. Es gibt keinen Anbieter, der Funklöcher schließt, kein Serviceversprechen und keine Störungshotline. Jeder Repeater steht auf einem Dach, einem Mast oder einer Alm, weil eine Privatperson ihn dort hinaufgetragen, montiert, mit Strom versorgt und bezahlt hat. Abdeckung entsteht dort, wo jemand sie gebaut hat — sonst nirgends.
Das ist keine Absage, sondern die Einladung: Eine Lücke schließt sich, sobald jemand einen Standort beisteuert. Manchmal reicht dafür ein Gerät auf dem eigenen Dachboden, das nebenbei ein halbes Tal mitnimmt.
Ob an deiner Ecke schon jemand baut, steht unter Geplant und im Aufbau. Dort tragen sich Standorte ein, lange bevor sie auf der Karte auftauchen.
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