Das ist unser Weg, wenn es um Abdeckung geht. Die Ergebnisse landen auf der eigenen Karte des Netzes (Mobile RX coverage). Sie braucht keinen Fremddienst, keinen Observer in der Nähe und kein Konto bei einem Dritten.
Misst, wo du das Netz wirklich empfängst. Du gehst oder fährst mit Handy und Funkgerät los, und die App schreibt auf, welche Repeater du wo gehört hast. So wird aus "müsste gehen" ein "geht, hier".
coredrive.carinthiamesh.com · die Karte dahinter ist CoreScope, dieselbe Software wie unter map.carinthiamesh.com
Das Problem: Das Netz weiß nicht, wo es schwach ist. Die Node-Karte zeigt nur, was ein Observer gehört hat. Ob du auf deiner Hausrunde, im Tal oder an der Passstraße noch Empfang hast, steht dort nicht. Und es gibt ein zweites Loch: Ein Repeater kann auf der Karte gesund aussehen und trotzdem nichts weiterreichen, weil ihm eine Einstellung fehlt (die Regionen → Funkeinstellungen). Von außen merkt das niemand.
Bisher gab es dafür nur Schätzungen. Rechnen mit dem Geländemodell (!sicht) kennt keinen Wald und kein Haus. Wardriving braucht einen Observer in der Nähe, der dich hört.
CoreDrive RX dreht das um: Du hörst zu, und die App merkt sich, wo. Stell dir ein Handy vor, das beim Spazieren aufschreibt, wo du Mobilnetz hast. Nur eben für unser Funknetz, und mit eigener Antenne am Körper statt eines festen Standorts.
Was dir und dem Netz das bringt:
Es sind drei Aufgaben in einer App:
Was die App nicht tut: Sie ersetzt keinen Observer und keinen Sender für Messfahrten. Sie hört nur, was an deiner Position ankommt.
Auf der Karte unter Mobile RX coverage. Dort liegen die Messpunkte aller Teilnehmer auf einer gemeinsamen Karte, unterteilt in Zellen von etwa 150 m. Die Farbe einer Zelle zeigt das beste Signal, das dort jemals gehört wurde:
| Kachel | Beschriftung auf der Karte | SNR (bei SF8) | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Grün | strong | ab -5 dB | gute Reserve |
| Orange | medium | -9 bis -5 dB | an der Grenze |
| Rot | weak | unter -9 dB | Paketverlust wahrscheinlich |
| Grau | no signal | kein Messwert | gehört, aber ohne Signalstärke. Nicht "kein Empfang" |
| Schraffiert | driven, nothing received | Hier ist jemand durchgefahren und hat nichts gehört (siehe unten) | |
| Ohne Kachel | Dort wurde nichts aufgezeichnet: niemand da, oder zwischen zwei Messpunkten durchgefahren (siehe unten) |
Was die Karte heute hergibt, wo es dünn ist und wohin man als Nächstes fahren sollte: Was die Empfangskarte zeigt.
Die Farbe ist das beste Signal, nicht das typische. Eine grüne Kachel heißt: mindestens einmal kam hier ein Paket mit gutem SNR an. Als zweiter Hinweis neben der Farbe ändert sich die Deckkraft: Je stärker das Signal, desto deckender die Kachel. Wer Orange und Rot nicht auseinanderhält, erkennt es daran.
Mit der Maus (am Handy: antippen) über einer Kachel erscheint die Liste der Knoten, die dort direkt gehört wurden, jeweils mit dem letzten SNR und der Anzahl. Stehen nur Hex-Zeichen statt eines Namens da, konnte die Karte den Knoten nicht benennen. Mehr als zehn werden abgeschnitten.
Schraffierte Kacheln (Knopf "Nothing received"). Sie zeigen Zellen, die ein Companion durchfahren hat, ohne etwas zu empfangen. Je dichter die Schraffur, desto öfter wurde dort gemessen (1, 2 bis 3, ab 4 Messpunkte). Das ist das einzige Zeichen auf der Karte für ein Loch, und trotzdem kein Beweis für fehlenden Empfang:
Die Schraffur gibt es nur auf der Signalebene und nur bei der Ansicht über alle Teilnehmer oder einen einzelnen. Bei My coverage (nur Fahrten deiner eigenen, verknüpften Geräte) fehlt sie.
Warum auf einer gefahrenen Strecke Lücken bleiben. Die Fahrspur, aus der die Schraffur und das Rauschen entstehen, ist keine durchgehende Linie, sondern eine Punktreihe. Laut dem App-Code (gelesen, nicht nachgemessen) schreibt die App alle 15 Sekunden einen Punkt, solange du dich bewegst. Eine Kachel ist rund 150 m breit. Zwischen zwei Punkten legst du zurück:
| Tempo | Weg zwischen zwei Punkten |
|---|---|
| 30 km/h | 125 m |
| 50 km/h | 210 m |
| 80 km/h | 330 m |
| 100 km/h | 420 m |
Ab etwa 40 km/h überspringt die Spur also Kacheln. Auf Landstraße bleibt etwa jede zweite bis dritte ohne Punkt. Wo dazu kein Repeater antwortet, gibt es weder Farbe noch Schraffur, obwohl du dort gefahren bist. Wo ein Punkt in eine Kachel fällt und nichts ankam, entsteht Schraffur. Beides auf derselben Strecke ist deshalb normal, und es heißt nicht, dass etwas kaputt ist.
Ein Punkt wird außerdem nicht aufgezeichnet, wenn:
Außerdem kommen die Punkte erst auf der Karte an, wenn sie hochgeladen sind. Auf Strecken ohne Mobilfunk (viele Täler) sammelt die App und schickt später ab. Der Zähler pending auf dem Startbildschirm zeigt, was noch wartet.
Wer wissen will, ob seine Fahrt aufgezeichnet wurde, schaut ins Protokoll der App: Zeilen mit "rf sample noise=…" sind aufgezeichnete Punkte.
Zwei Ebenen: Signal und Noise. Unter dem Zeitfenster schaltest du zwischen Signal und Noise um.
| Kachel (Noise) | Rauschpegel (Median je Zelle) | Bedeutung |
|---|---|---|
| Grün, quiet | bis -115 dBm | ruhig |
| Orange, medium | -115 bis -108 dBm | mittel |
| Rot, busy | über -108 dBm | laut |
Hier ist Rot das Schlechte, aber die Zahlen laufen umgekehrt: je weniger negativ der dBm-Wert, desto lauter. Das Tooltip nennt den Median, den leisesten und den lautesten Messpunkt der Zelle.
Noise mit Vorsicht lesen. Das Gerät misst in der Tasche, im Auto und neben dem Handy, und das kann das Grundrauschen heben. Ein roter Fleck heißt nicht automatisch Funkstörung am Ort. Die Schwellen hat der Entwickler an eigenen Messdaten angepasst, nicht an Kärnten.
Weitere Bedienelemente: Zeitfenster 24 Stunden, 7, 14 oder 30 Tage. My coverage erscheint nur mit Konto. Ein Klick auf einen Teilnehmer in der Rangliste zeigt nur dessen Fahrten.
Auf der Seite eines einzelnen Knotens gibt es dieselbe Ansicht für nur diesen Knoten ("Reach"). So siehst du, von wo aus er zu hören ist.
Sichtbar ist der Name deines Companions und wo du warst. Die Zellen sind grob (150 m), aber die Rangliste nennt den Gerätenamen. Wer das nicht will, benennt den Companion vorher um.
Die Karte der App selbst (Tab Map) zeigt nur deine eigene Sitzung und färbt etwas anders (ab +5 dB grün). Maßgeblich ist die Gemeinschaftskarte oben.
Du brauchst dafür kein Technikwissen. Hier ist der Weg eines einzigen Messpunkts, von der Antenne bis zur Karte.
Repeater am Berg ~~~ Funk ~~~> dein Companion --Bluetooth--> Handy (GPS)
|
Mobilfunk / WLAN
v
Karte <-- Server (CoreScope) <-- Broker
1. Ein Repeater sendet etwas, und dein Companion hört es. Repeater melden sich in Abständen mit einem kurzen Funkpaket, dem Advert ("Hier bin ich, ich heiße X"). Dein Companion empfängt es, wenn du in Reichweite bist. Das Paket enthält den Namen des Repeaters und eine eindeutige Kennung.
2. Der Companion sagt dem Handy, wie gut er es gehört hat. Zu jedem Paket kommen zwei Zahlen:
Der SNR ist die wichtigere Zahl, weil Rauschen auch laute Signale zudecken kann.
3. Das Handy ergänzt den Ort. Das Handy kennt per GPS, wo du gerade stehst. Aus "Repeater X, SNR -4" wird "Repeater X, SNR -4, hier". Ohne GPS-Fix nimmt die App nichts auf, denn ein Messwert ohne Ort ist nichts wert.
4. Die App findet heraus, wer das war. Nicht jedes Paket nennt den Absender mit vollem Namen. Pakete, die ein Repeater weiterreicht, tragen nur ein kurzes Kürzel. Die App schlägt es bei der Karte nach und zeigt dann einen Namen statt einer Zahl.
5. Die App fragt aktiv nach. Repeater melden sich selten von selbst. Damit du nicht stundenlang auf ein Advert wartest, schickt die App eine Suchanfrage in die unmittelbare Umgebung. Sie wird nicht weitergeleitet, es antworten nur Geräte in Reichweite. Jede Antwort ist ein Messpunkt. Das kostet etwas Sendezeit, aber wenig → Was die App selbst sendet
6. Die App fragt Repeater nach ihren Regionen. Das ist der zweite Nutzen: Sie stellt die Frage "Welche Regionen hast du freigeschaltet?" und meldet die Antwort. So fällt auf, wenn einem Repeater die Freischaltung fehlt und er deshalb nichts weiterreicht, obwohl er auf der Karte gesund aussieht → Regionen
7. Das Handy schickt alles ins Internet. Über Mobilfunk oder WLAN gehen die Messpunkte an unseren Broker, die Poststelle des Netzes. Hast du kein Netz, sammelt die App und schickt später ab. Auf dem Bildschirm zählt "pending" die Wartenden.
8. CoreScope fasst alles zusammen. Der Server liest die Meldungen ein und teilt das Land in Zellen von etwa 150 m. Pro Zelle zählt das beste Signal, das dort im gewählten Zeitraum gemessen wurde. Aus tausenden Messpunkten verschiedener Leute wird so eine Karte.
9. Du siehst das Ergebnis. Auf Mobile RX coverage. Grün heißt: hier war der Empfang gut. Rot heißt: hier war er schlecht oder knapp. Wo nichts eingefärbt ist, wurde nichts aufgezeichnet. Das ist nicht dasselbe wie "kein Empfang", und es heißt auch nicht sicher, dass niemand dort war.
Merksatz: Jeder, der mit der App spazieren geht, malt ein Stück der Karte aus. Je mehr mitmachen, desto vollständiger wird sie, und desto ehrlicher können wir sagen, wo ein neuer Repeater am meisten bringt.
Eine Einschränkung, die man wissen sollte: Bei uns ist der volle RF-Log eingeschaltet (Full RF logging: on unter Diagnostics). Pakete, die die App keinem Knoten zuordnen kann, werden dann roh mit Ort und Signalstärke hochgeladen. Rohe Pakete tragen den verschlüsselten Inhalt mit. Ob und von wem er lesbar ist, hängt am Kanalschlüssel, und CoreScope zeigt offene Kanäle ohnehin im Klartext → Node-Karte. Aus Sicht der App ist das Messdaten, nicht Mitlesen. Wer privat funkt, soll es trotzdem wissen.
Der Schalter Verbose schreibt zusätzlich rohe Bytes in das Protokoll auf deinem Handy. Das bleibt lokal, solange du es nicht teilst.
Das ist der zweite große Nutzen. Ein neuer Repeater nützt nur, wenn er selbst das bestehende Netz erreicht. Er muss irgendwo anhängen. Ein Repeater, den niemand hört, versorgt niemanden.
So gehst du vor:
Dein Ergebnis siehst du danach auf der Karte, und andere sehen es auch. So sparen sich beim nächsten Mal alle die Fahrt an dieselbe Stelle.
Zwei Einschränkungen.
Höhe und Antenne zählen. Du misst mit Handgerät und Armhöhe. Ein Repeater am Mast mit guter Antenne hört meist besser. Was du misst, ist also eher die Untergrenze.
Hören ist nicht gehört werden. CoreDrive zeigt, ob der Repeater bei dir ankommt. Ob dein künftiger Repeater dort draußen gehört wird, hängt von seiner Sendeleistung und Antenne ab. Die Richtung prüfst du mit Wardriving.
Wer vorher rechnen will, welche Kuppen überhaupt in Frage kommen: !sicht rechnet das aus dem Höhenmodell, aber auf dem nackten Boden, ohne Wald und Häuser. Am besten beides: erst rechnen, dann hinfahren und nachmessen. Wo gerade ein Standort gebraucht wird → Lückenliste
Für Kärnten brauchst du es nicht. CoreDrive RX beantwortet dieselbe Frage ("wo habe ich Empfang?") auf unserer eigenen Karte, mit unseren eigenen Daten.
Ein Unterschied bleibt, und er ist ehrlich zu sagen: CoreDrive misst, was du hörst. MeshMapper misst, ob man dich hört. Ein Handgerät hört meist weiter, als es gehört wird. Wer wissen will, ob der Repeater bei einem Standort ankommt, hört mit CoreDrive den Repeater. Wer wissen will, ob seine eigene Nachricht dort ankommt, braucht die Gegenrichtung → Wardriving
Installieren musst du nichts: Seite im passenden Browser öffnen.
Die Karte der Sitzung bleibt nur, bis du die Seite neu lädst. Gemeldet ist, was unter pending abgearbeitet wurde. Mit Push pending now schickst du Wartendes sofort ab, etwa wenn du aus einem Funkloch ohne Mobilnetz kommst.
Ein roter Balken auf Home heißt: Die Aufnahmen kommen an, werden aber nicht hochgeladen. Dann ist die Fahrt für die Karte verloren, solange es so bleibt.
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Home | Zähler, GPS, Wartende, Last reception mit SNR-Balken, Recently heard nodes (latest SNR), Last 5 declared scopes |
| Map | Live coverage (this session), nur deine eigene Sitzung |
| Settings | Verbindung, Konto, Companion, Capture, Diagnostics |
Unter Settings, Diagnostics gibt es Show debug log, Clear log und Share / mail debug log. Verbose schreibt zusätzlich die rohen Paketbytes und nicht zuordenbare Frames mit.
Rohe Paketbytes sind Verkehrsdaten. Schau ins Log, bevor du es weitergibst, und häng es nicht öffentlich an. Nachrichteninhalte gehören nicht in Wiki, Chat oder Foren → Best Practises
Zum Zuhören gehört hier ein bisschen Senden. Das kostet Sendezeit, auch wenn es wenig ist:
#coredrive. Bei uns ist er nicht vorgegeben. Seit dem 24.10.2026 läuft er bei einem Teilnehmer und schickt in den Kanal #coredrive. Wer ihn einschaltet, sendet damit ein Paket, das wie jede Kanalnachricht durchs Netz geflutet wird. Das kostet Sendezeit bei allen Repeatern im Scope, nicht nur bei dir → Best PractisesDie App sendet mit dem Standard-Scope deines Companions. Ein Teilnehmer hat ihn auf at-ktn gestellt (siehe Regionen). Er berichtet, dass die App auf ohne Scope zurückfällt, wenn kein Repeater mit diesem Scope in der Nähe ist. Das ist eine Beobachtung an einem Gerät und nicht aus der Firmware oder dem Code der App belegt. Wer es nachprüft, sagt Bescheid.
Warum das wichtig ist: Ein Paket ohne Scope verwirft jeder Repeater, der region denyf * gesetzt hat. Bei uns ist das nicht gewünscht (Regionen), aber nicht jeder Repeater ist so eingestellt. Für das Zuhören spielt es keine Rolle, nur für Ping und Regionsabfrage.
| App | coredrive.carinthiamesh.com |
| Karte | Mobile RX coverage |
| Stand | App-Version 1.22.0 (Oktober 2026) |
| Läuft in | Chrome (Android), Bluefy (iOS) |
| Braucht | Companion mit BLE, GPS |
| Meldet an | CoreScope, sichtbar unter Mobile RX coverage (seit 22.10.2026) |
| Sendet selbst | Discover (ohne Hop) und Regionsabfrage; Ping nur, wenn du ihn einschaltest (Kanal #coredrive) |
Es wird gefahren, aber dünn. Seit dem 22.10.2026 laufen Messungen im Kärntner Netz: 16 Teilnehmer, 537 Zellen am 23.10. → Was die Empfangskarte zeigt. Offen sind:
- welche Companion-Geräte und Firmware-Stände getestet laufen
- ab welcher Firmware-Version die Regionsabfrage geht
- ob die App ohne passenden Scope wirklich auf "ohne Scope" zurückfällt (eine Beobachtung, nicht belegt)
- ob der Ping in
#coredrivebei mehreren Teilnehmern unauffällig bleibtWer das herausfindet, trägt es hier nach → Mitmachen